miércoles, 29 de diciembre de 2010

Können Sprachen sterben?

 „Es ist einsam, die Letzte zu sein“ 
Von Andreas Neumann


Der Kleine Prinz auf Saterfriesisch
Wir Deutschsprachige sind uns oft nicht bewußt, daß unsere Muttersprache in der Welt eine herausgehobene Stellung besitzt. Unter den weltweit rund 6.000 existierenden Sprachen nimmt das Deutsche mit über 100 Millionen Sprechern den 10. Rang ein. Innerhalb der EU ist das Deutsche sogar mit Abstand die verbreitetste Muttersprache, auch wenn sich dies im offiziellen Sprachgebrauch der europäischen Institutionen leider nicht in diesem Maße widerspiegelt. Der Status des Deutschen als Weltsprache ergibt sich auch daraus, daß es unzählige deutschsprachige Ange- bote in den Medien und der Kultur gibt.

Es ist daher festzustellen, daß wir Deutschsprachige den Luxus genießen, eine Weltsprache zur Muttersprache zu haben. Dieses Merkmal trifft nur auf sehr wenige Sprachen zu. 97 Prozent aller Menschen verwenden nur 4 Prozent der weltweit vorkom- menden Sprachen. Anders ausgedrückt: Rund 96 Prozent aller existierenden Sprachen werden lediglich von einem winzigen Teil der Weltbevölkerung (3 Prozent) gesprochen. Allein die 2.000 kleinsten Sprachen der Welt kommen zusammen auf nicht einmal eine halbe Million Sprecher. Der überwiegende Großteil aller Sprachen gehört somit zur Gruppe der Klein- und Kleinstsprachen.

Beispiele für solche Kleinsprachen sind in Europa das in Niedersachsen gesprochene Saterfriesische mit rund 2.000 Sprechern oder das Livische in Lettland mit weniger als zehn Sprechern. Für die Sprecher solcher Kleinsprachen ist vieles von dem, was für uns Deutschsprachige selbstverständlich ist, schlicht unmöglich oder unbekannt. Wer Saterfriesisch sprechen oder hören will, muß dies in der niedersächsischen Gemeinde Saterland tun. Im Radio, Fernsehen und Internet ist die Sprache so gut wie nicht vertreten. Es gibt kaum saterfriesische Literatur und überhaupt keine Software in dieser Sprache.

Der größte Unterschied zwischen den Sprechern einer Weltsprache und jenen einer Kleinsprache liegt jedoch darin, daß sich erstere keinerlei Sorgen darüber machen müssen, dass ihre Sprache in Bälde aussterben könnte. Deutsch wird auch noch in 100 Jahren gesprochen werden, Saterfriesisch kämpft schon jetzt jeden Tag um das Überleben. Das Deutsche gehört zu den nur zehn Prozent (!) aller Sprachen, die das Jahr 2100 mit Sicherheit erleben werden. Die übrigen 90 Prozent sind mehr oder minder vom Aussterben bedroht. Schon jetzt werden 30 Prozent aller Sprachen nicht mehr an die Kinder weitergegeben und sind somit dem Tode geweiht. Etwa alle zwei Wochen stirbt daher irgendwo in der Welt eine Sprache.

Da lebende Sprachen stets einem Wandel unterworfen sind, ist das Sterben einer Sprache an und für sich nichts Ungewöhnliches. Doch seit dem 16. Jahrhundert geht die Zahl der existierenden Sprachen überall in der Welt mit einer immer größeren Geschwindigkeit zurück. Dieses in der Geschichte noch nie da gewesene Massensterben der Sprachen ist vor allem eine Folge des Kolonialismus durch die europäischen Mächte. Darüber hinaus haben verschiedenste Faktoren der Neuzeit (Industrialisierung, Urbanisierung, Globalisierung, Ausbreitung der nationalstaatlichen Idee, Verfolgung von Minderheiten etc.) das Massensterben der Sprachen noch verstärkt.

Natalie Sangama, die letzte Sprecherin der einst in Peru verbreiteten indigenen Chamicuro-Sprache, hat die persönliche Dramatik des Sprachensterbens mit folgenden Worten geschildert: „Ich träume in Chamicuro, aber ich habe niemanden, dem ich meine Träume erzählen kann, denn niemand spricht mehr Chamicuro. Manche Dinge kann man nicht auf Spanisch sagen. Es ist einsam, die letzte zu sein.“

Abgesehen von der persönlichen Tragödie ist das Sterben einer Sprache auch stets ein Verlust für die gesamte Menschheit. Die Traditionen, Kenntnisse und Überlieferungen eines Volkes spiegeln sich in dessen Sprache wider, werden durch diese ausgedrückt und an die kommenden Generationen weitergegeben. Nach einer UNESCO-Erklärung ist die Sprachenvielfalt daher essentiell für das Erbe der Menschheit.

Doch auch die Weltsprache Deutsch ist in gewisser Weise vom Sprachensterben erfaßt, nämlich in jenen Regionen, in denen sie den Rang einer Minderheitensprache einnimmt. Die diversen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Assimilationskräfte in einem Staat können eine große Gefahr für Minderheitensprachen darstellen. Schließlich kann der Staat durch gesetzliche oder administrative Akte in vielfältiger Weise auf die Ent- wicklung und den sozialen Stellenwert einer Sprache Einfluß nehmen. Die Zukunft einer bedrohten Sprache hängt letztlich davon ab, welche rechtlichen Möglichkeiten zu ihrer Erhaltung existieren.

So konnten die Südtiroler dem italienischen Staat nach langem Kampf einen vorbildlichen Minderheitenschutz abringen. Das Deutsche in Südtirol ist daher langfristig gesichert. Anders sieht es im ehemals deutschen Elsaß aus. Da Frankreich vom Dogma der Unteilbarkeit der Republik ausgeht, sind Schutzmaßnahmen für Minderheiten dort undenk- bar. Aus diesem Grund gibt es im Elsaß auch keine flächendeckenden zweisprachigen Ortsschilder oder einen Gebrauch des Deutschen vor Behörden und Gerichten. Französisch hat das Deutsche in allen Lebensbereichen inzwischen weitgehend verdrängt.

Grundsätzlich verfügen wir Deutschsprachige über eine gesunde Sprache. Dennoch sollten wir nicht vergessen, dass die Sprachenvielfalt auf diesem Planeten bedroht ist. Wir hatten bloß das Glück in eine Sprache hineingeboren zu werden, die über 100 Millionen Sprecher zählt. Die Friesen, Liven, Bretonen, Samen, Kaschuben und tausende andere Völker haben dieses Glück nicht.

Buchtipp: Andreas Neumann: Sprachensterben in Europa. Rechtliche Maßnahmen zur Erhaltung von Minderheitensprachen. Wien: Braumüller Verlag 2009. 248 S., 24,90 Euro. ISBN 978-3-7003-169-0.



La Marquesa de Alorna y la traducción: Esbozo de una investigación histórica

por José Antonio Sabio Pinilla
Universidad de Granada

En la línea de investigaciones anteriores centradas en la traducción peninsular, este trabajo sobre la marquesa de Alorna y la traducción persigue un doble objetivo: mostrar las bases que guiarán esta futura investigación y esbozar algunas cuestiones de tipo metodológico comunes a toda investigación de carácter histórico.
Elección del tema
Leonor de Almeida, Marquesa de Alorna
La primera cuestión que se plantea al investigador en historia de la traducción, por obvia que parezca, es la elección del tema. Esta elección debe obedecer a un motivo justificado como, por ejem- plo, que se trate de un personaje desconocido dentro de la historia de la traducción. La única refe- rencia bibliográfica a esta traductora portuguesa en el campo de la historia de la traducción se en- cuentra, que yo sepa, en el CD-Rom Histoire de la traduction, editado por Jean Delisle y Gilbert Lafond (2000), donde en el apartado Répertoires de traducteurs, sección Traductrices, firmada por An- drée Sirois, podemos leer: «Alorna, Marquesa de [Leonor de Almeida] (1750-1839). Nationalité: Portugaise. Poèmes de Poe, de James Thomson, d’Edward Young et de Goethe. Pseud.: Alcipe.»

Al motivo del desconocimiento, hay que añadir otro con él relacionado: la marquesa de Alorna pertenece a un ámbito cultural que ha sido sistemáticamente excluido en la descripción de la histo- ria de la traducción: el ámbito portugués. Y así nos topamos con la siguiente paradoja: los traductores, las traducciones y las reflexiones sobre la traducción procedentes del país más occidental de Europa no existen para los historiadores de la traducción en Occidente (Sabio Pinilla, 2001). Por otro lado, el tema elegido forma parte de los cometidos del investigador en historia de la traducción: rescatar del olvido a los protagonistas de esta actividad. En este caso, se trata de una traduc- tora que tuvo una importancia fundamental en el desarrollo de la poesía en Portugal gracias a sus traducciones de poetas ingleses y alemanes, pero que por distintas circunstancias no obtuvo el mismo aplauso que otros colegas suyos traductores y poetas.

Todo esto nos lleva, en la línea de algunos teóricos como Delisle y Woodsworth (1995) o Pym (1998), a poner al frente de la investigación histórica al sujeto traductor y, como primera etapa de estudio, a elaborar un retrato de esta figura. Este retrato, que debe trascender la mera biografía, tendría que incidir en los aspectos fundamentales de la vida de Leonor de Almeida (1750-1839) y en el papel que jugó en las letras portuguesas en la transición del siglo XVIII al XIX, destacando la doble vertiente —poética y traductora— de su faceta literaria. En consecuencia, debería detenerse en señalar las principales características de su dilatada vida y su imbricación con su obra: los orígenes nobles de la marquesa; los casi diecinueve años que vivió recluida en el convento de Chelas, desde los ocho hasta los veintisiete años, junto a su hermana María y a su madre Leonor de Lorena, debido a la presunta implicación de su familia en el fallido regicidio del Rey José I, que terminó con el castigo de la nobleza portuguesa y el encarcelamiento de su padre, João de Almeida, en el fuerte de la Junqueira; la importancia de esa reclusión en su formación literaria y la influencia poética ejercida por Filinto Elísio, quien la orientó en sus primeros versos, bautizándola con el pseudónimo de Alcipe, y le transmitió la impronta de la poesía clásica y arcádica antes de su evolución hacia una fase prerromántica; su matrimonio con Karl August von Oeynhausen-Gravenburg, conde alemán convertido al catolicismo, lo que la llevó a vivir en Viena, a viajar por Europa y a añadir el alemán a las lenguas que ya dominaba: francés, inglés, italiano o latín; su vuelta a Portugal donde enviudó con 42 años y su actividad como anfitriona y promotora de tertulias literarias, artísticas y científicas; su destierro en Inglaterra, desde 1804 a 1814, que va a suponer un nuevo giro en su formación literaria al ponerla en contacto con distintas personalidades, entre ellas Madame de Staël y, por último, su vuelta a Portugal donde pasó los últimos años de su vida, ya con el título de marquesa de Alorna, tras la muerte de su hermano Pedro de Almeida. En definitiva, el retrato debería incidir en todos aquellos aspectos biográficos que influyeron en su formación, animaron su obra e hicieron de ella una de las más curiosas e interesantes figuras de la sociedad portuguesa de su tiempo.

Búsqueda de fuentes y selección de documentos

Una vez elegido el tema, será necesario indagar en las fuentes y buscar en ellas los documentos que nos permitan establecer un inventario lo más exhaustivo posible de su vida y obra (traducciones, imitaciones y paráfrasis). Esta es una fase muy delicada en toda investigación histórica pues implica tanto la búsqueda de fuentes primarias y secundarias como la selección de los documentos a partir de los cuales el investigador deberá realizar su trabajo.

La obra de la Marquesa de Alorna fue publicada por sus hijas Frederica y Henriqueta póstuma- mente en 1844 en seis volúmenes bajo el título de «Obras poéticas de D. Leonor d’Almeida Portugal Lorena e Lencastre, Marquesa d’Alorna, Condessa d’Assumar, e d’Oeynhausen, conhecida entre os poetas portugueses pelo nome de Alcipe. Lisboa, Imprensa Nacional, 1844». Esta edición póstuma servirá de base para establecer un primer rastreo de su vida (Notícia biográfica, Tomo I, III-XLIII)(1) y de su producción como traductora, que presento a continuación siguiendo el orden en que aparece recogida en cada uno de los seis tomos:

Tomo I: Canção de Sapho (85-87); Odes imitadas do allemão (269-276): Ode imitada de Hoerder «Deos» (271-273); Ode «A instabilidade» (274-276); Imitação do primeiro canto das Solidões de Cronegk (277-296).

Tomo II: Trece odas imitadas de Horacio: «A Francilia» (104-105); Ode (119-121); «À morte de meu irmão o Marquez d’Alorna D. Pedro d’Almeida» (122-123); «À Fortuna» (124-126); «A meu filho, o Conde d’Oeynhausen» (127-128); «Contra a avareza» (129-130); «A Henriqueta, minha filha» (131); «A Frederica, minha filha» (132-133); «A G.***, José Antonio Guerreiro» (134); «Sobre a projectada juncção da valla com o alpiaçoulo, em Almeirim» (135-136); «A minha lyra» (137-138); «A uma fonte» (139-140); Ode (140-141); Paraphrase dos Versos de Santa Thereza de Jesus (205- 210); Cantigas LXXII-LXXIII, imitadas de Anacreonte (313; 314-315); Cantiga LXXIV, imitada de Catullo (316); Cantiga LXXV «Em dia de Anno-bom», imitação de um cantico allemão (317-319) (2); tres cantigas imitadas de Goethe: Cantiga LXXVI: «Ausencia» (320); Cantiga LXXVII: «Medida do tempo» (321); Cantiga LXXVIII «Cuidado» (322); Cantiga LXXIX, imitada de Burger (323-324); Cantiga LXXX «A uma Rosa», imitada do allemão (325-326) (3); Cantiga LXXXI, imitada do allemão (327); Cantiga LXXXII «Os dois Cysnes», imitada do allemão (328-330); Cantiga LXXXIII: Imitação livre de uma cantiga ingleza de Mrs. Opie (331); Cantiga LXXXIV: Cantiga de uma Princeza da China, casada com um Rei dos Hunos. Traduzida de... (332); Cantiga LXXXV, imitada de Metastasio (333); Cantiga LXXXVIII «O Valle», imitada de Lamartine (337-338); Madrigal: Imitado de*** (348); Epigrama I, traduzido de Marcial (359); Quadra, Epitafio de Raphael: Tradução minha, ou imita- ção, em italiano... (372) (4).
[En este mismo tomo II (1844: 351) se encuentra la fábula «O Pyrilampo e o Sapo» que Brito (1997: 40), citando a Marion Ehrhardt, atribuye a Pfeffel.]

Tomo III: A Primavera, imitação livre de Thompson. [Oferecida à Princeza D. Maria Francisca Benedicta] (1-37). Notas (277-280); Oberon, traduzido do allemão de Wieland (39-200); Darthula, poema traduzido ou imitado de Ossiano (201-229). Notas (281-289); Ilíada de Homero. (Fragmento) (231-274) [incluye el Canto I, que se interrumpe en la estrofa 123]. Notas (291-294).
Tomo IV: O cimitério d’aldêa, elegia imitada de Thomas Gray (179-191) [versión bilingüe]; Imita- ção livre da Ballada de Oliveiro Goldsmith intitulada o Eremita, (193-207) [versión bilingüe]; Ode imitada do Conde Fulvio Testi (209-217) [versión bilingüe]; Ode a um poeta desterrado. Tradução da XIV. Meditação d’Alphonse de Lamartine, intitulada A Gloria. (219-225) [versión bilingüe]; Epistola a Lord Byron, imitada da II. Meditação d’Alphonse de Lamartine, intitulada O Homem (229-265) [versión bilingüe]; Imitação livre da XXVIII. Meditação d’Alphonse de Lamartine, intitu- lada Deos (267-283) [versión bilingüe].
Tomo V: Arte poetica de Horacio, ou epistola aos Pisões (7-55) [versión bilingüe]. Notas [añadidas por el editor] (57-66); Ensayo sobre a Critica, por Alexandre Pope (67-125) [versión bilingüe]. Notas [añadidas por el editor] (127-142); O roubo de Proserpina, composto em latim por Claudiano, e tra- duzido em verso solto portuguez por Alcippe, Condessa d’Oeynhausen (143-309) [versión bilingüe]. Notas (311-324).

Tomo VI: Paraphrase dos Psalmos em vulgar, por Alcippe [versión bilingüe]: Livro I dos Psalmos (I-XL) (5-136); Livro II dos Psalmos (XLI-LXXI) (137-238); Livro III dos Psalmos (LXXII-LXXXVIII) (239-302); Livro IV dos Psalmos (LXXXIX-CV) (303-362); Livro V dos Psalmos (CVI-CL) (363-509); Paraphrase de alguns canticos e hymnos sagrados, não comprendidos nos Psalmos: «Cantico de Moysés» (513-516); «Cantico de David, referido no Livro 2.o dos Reis, cap. 23» (516-517); «Cantico de Zacharias» (518-519); Hymno (520); Hymno (521); Hymno «De Santo Ambrosio e Santo Agostinho» (522-524).
A esta lista, extraída de las Obras Poéticas, podemos añadir las siguientes traducciones:

- De Bonaparte e dos Bourbons, e da necessidade de nos unirmos aos nossos legitimos Principes, para a felicidade da França, e da Europa. Por F. A. de Chateaubriand, trad. em linguagem por uma senhora port. [D. Leonor d’Almeida, marquesa de Alorna]. Londres, W. Lewis, 1814, 4.o, 63 pp. (Rodrigues 1992: I, 302)
- Ensaio sobre a indifferença em materia da religião de Lamennais. Trad. de L. [Leonor, marquesa de Alorna], 1820 (Rodrigues 1992: I, 339)
- Paraphrase dos Salmos em vulgar por Alcippe ou L. C. d’O. hoje M. d’A. [trad. Leonor Condessa d’Oeynhausen, Marquesa de Alorna]. Imp. Rua dos Fanqueiros, 1833, 8.o, 194 pp. (Rodrigues 1992: I, 383)
Todavía Rodrigues (1992: II, 142) apunta que la Marquesa de Alorna imita a Delille en su poema científico Recreações botânicas (Obras Poéticas, IV, 3-116; Notas, 117-177)(5).
Como se desprende de la anterior relación, la obra traductora de la marquesa de Alorna comprende traducciones de Homero, Horacio, Claudiano, Marcial, Chateaubriand, Lamartine, Lamennais, Macpherson [poemas de Ossian], Pope y Weiland; imitaciones de Anacreonte, Safo, Cátulo, Horacio, Metastasio, Testi, Delille, Lamartine, Gray, Goldsmith, Thompson, Bürger, Goethe y Herder; y paráfrasis de la Biblia (los Salmos) y de versos de Santa Teresa de Jesús. Autores antiguos y, sobre todo, modernos (muchos de ellos contemporáneos de la marquesa), de diversas tendencias y lenguas: griego y latín, español, francés e italiano, alemán e inglés.
No obstante, el investigador deberá proseguir con la búsqueda de nuevos documentos habida cuenta de que gran parte de su obra quedó manuscrita. Para lo cual tendrá que acudir a la Fundação das Casas de Fronteira e Alorna (Palácio Fronteira, Largo de São Domingos de Benfica, Lisboa) y al Archivo Nacional de la Torre do Tombo, donde se halla la obra manuscrita de la marquesa, al igual que hiciera Marion Ehrhardt con tan buenos resultados: encontró dos manuscritos en francés, que son la traducción por Alcipe de Empfindungen eines Christen («Pensamientos cristianos») de Weiland, y la del primer canto del Messias, de Klopstock, además de dos textos que comentan dos obras de Madame de Staël: Notes à l’ouvrage de Mme de Staël sur la Littérature y Mme de Staël sur l’Allemagne, de trece y quince páginas, respectivamente, (Ehrhardt 1970: 94-96). Más recientemente, han aparecido tres composiciones traducidas o imitadas de Safo, estudiadas por Pereira (2003: 299- 315), pertenecientes al Archivo Fronteira de la Torre del Tombo: las odas «Sonho», «À imitação de Safo» y «Em diálogo entre Alceu e Safo».
Por otra parte, aunque la marquesa no incluye prólogos ni notas sobre su labor traductora en sus traducciones, el investigador no deberá descartar esta posibilidad hasta haber consultado toda la documentación manuscrita, entre la que sobresale una abundante producción epistolar mantenida tanto con su padre como con numerosos amigos, algunos de los cuales eran figuras cumbres de la cultura portuguesa y europea(6); y, como ha puesto de manifiesto Lieven D’hulst, a propósito de Charles Loyson, el historiador no puede despreciar ningún documento por insignificante que le parezca pues una carta, en apariencia intrascendente, puede deparar sorpresas muy gratificantes (1995: 17-18).
Otro aspecto de la investigación histórica, relacionado con la selección de los documentos, tiene que ver con la datación y fijación de la cronología de sus traducciones. Hemos visto que en 1814 publicó el opúsculo de Chateaubriand y en 1833 la paráfrasis de algunos Salmos. Por sus Obras Poéticas (1844: V, 3), sabemos que la traducción de la Poética de Horacio y el Ensaio sobre a Crítica de Pope fueron publicados en Londres en la imprenta de T. Harper, en 1812. También sabemos que en la Notícia biográfica del Tomo I de sus Obras Poéticas hace referencia a las traducciones de la Prima- vera de Thompson y al canto I de las Solidões de Cronekg, al poco de fallecer su marido el 3 de mar- zo de 1793 (1844: I, 29), así como a la traducción de los cuatro primeros cantos del Oberon de Wei- land (1844: I, 30-31); y que al final de su vida, tras la muerte de su hijo João Ulrico en 1822, traduce, animada por sus hijas, los cantos 5 y 6 completando la primera parte del poema (1844: I, 40). 

Igualmente sabemos que O roubo de Proserpina de Claudiano está fechado el 15 de noviembre de 1815 (1844: V, 309) y que había concluido en 1818 la traducción del primer volumen del Essai de Lamennais, traducción que sigue inédita (Andrade 2003: 346)7. Todo lo cual nos lleva a considerar que el grueso de su actividad como traductora tuvo lugar, fundamentalmente, en los últimos años del siglo XVIII y en las dos primeras décadas del siglo XIX.

Planteamiento de hipótesis de trabajo
Antes de desarrollar el tema, y como paso previo al estudio y análisis de los documentos, habrá que plantear una serie de hipótesis que guíen la investigación:
1a hipótesis: A pesar de ser la primera traductora-autora que surge en Portugal, junto con otros traductores-autores como Filinto Elísio, António Feliciano de Castilho, Alexandre Herculano o Camilo Castelo Branco, sus traducciones tuvieron menor influencia en la literatura portuguesa. ¿Hasta qué punto influyó en ello el hecho de ser mujer? ¿O, más bien, estará motivado por el carácter póstumo y, por tanto, tardío de su obra y por el carácter parcial de muchas de sus traducciones? ¿O será un poco el resultado de todos estos factores? Un ejemplo de su carácter pionero, pero tardíamente reconocido, son sus traducciones de poesía inglesa y alemana y, en especial, su versión del Oberon (1780) de Weiland (1733-1813). En el origen de esta traducción está una apuesta entre Alcipe y Johann Wilhelm Christian Müller, sacerdote alemán convertido al catolicismo, surgida en una de las reuniones literarias de su salón, que pretendía establecer cuál de las dos lenguas, portu- gués o alemán, era más rica y bella. Müller escogió el Oberon, poema de características épicas basado en antiguas leyendas alemanas, y Alcipe, aceptando el reto, tradujo los cuatro primeros cantos del original alemán en 1793, meses después de la muerte de su marido. En este sentido, su traducción parcial y manuscrita tuvo menor influencia que la traducción completa de Filinto Elísio, pu- blicada en París en 1802, pero elaborada a partir de una versión francesa. Por el contrario, la traducción de Alcipe, basada en el original alemán y anterior en el tiempo, quedó circunscrita al círculo íntimo de sus amistades y no influyó en la cultura portuguesa hasta mediados del siglo XIX(8), pese a su innegable valor literario:

[...] Alcipe não deixou, apesar das transformações imprimidas ao texto, de exprimir em Português tudo o que de essencial existe no texto de Weiland, dando como resultado uma versão que se caracteriza pelo ritmo, pelo rigor narrativo e pela harmonia da construção sintáctica. 

[...] Alcipe transporta o Oberon para o espaço português, nacionaliza-o, mas não o descaracteriza, mantendo a beleza e a riqueza do original, como pretendia a aposta com J.W.C. Müller. (Brito 1997: 143)

2a hipótesis: Esta hipótesis pretende confirmar su papel de divulgadora de la literatura extranjera en Portugal y comprobar si esta divulgación se hizo realmente de las lenguas originales. Hasta cierto punto parece que así fue, aunque en el caso de la lengua griega existan fundadas sospechas de que, al menos, las imitaciones de Safo se hicieron a través del francés, hecho que aún no se ha verificado para la traducción del canto I de la Ilíada:

Será que quem havia de traduzir em oitava rima a maior parte do Canto I da Ilíada tinha conhe- cimento directo do grego ou se servia das numerosas traduções em latim ou em línguas modernas que já ha muito circulavam? Uma resposta definitiva só novos dados poderão fornecê-la com segu- rança. Há, no entanto, indícios vários, que recolheremos na parte da obra que vamos apreciar [canción y odas de Safo] (Pereira 2003: 300)
3a hipótesis: En la secuencia de la anterior hipótesis, habrá que refrendar, o no, el carácter pione- ro que se le atribuye a la marquesa dentro de la literatura portuguesa al haber vertido en portu- gués muchísimos poemas de autores contemporáneos como Goethe, Wieland, Bürger, Klopstock, Herder..., inaugurando de este modo con Bocage o Freire Barbosa la llamada traducción horizon- tal y rompiendo con la tendencia anterior centrada en la traducción vertical.
4a hipótesis: Alentar la posibilidad de que exista algún texto teórico sobre su actividad como tra- ductora entre la documentación manuscrita, aunque hasta ahora no se haya encontrado ningún documento(9). En ausencia de textos que reflexionen sobre su actividad, se plantea la necesidad de valorar la teoría traductora de la marquesa mediante la comparación de los textos traducidos; y, en este sentido, se hace necesario integrar las traducciones en el contexto de su obra, de su vida y de su época.
5a hipótesis: Calibrar hasta qué punto es cierta o tópica la expresión, acuñada a mediados o fina- les de los años veinte del siglo XIX, que define a Leonor de Almeida como la «Madame de Staël portuguesa», y que fue transmitida en 1844 por Alexandre Herculano en un conocido artículo de la revista Panorama, cuando confiesa la influencia literaria que ejerció Alcipe y el papel de interme- diaria que desempeñó entre Alemania y Portugal:
Como Madame de Staël ela fazia voltar a atenção da mocidade para a arte da Alemanha, a qual veio dar nova seiva à arte meridional, que vegetava na imitação servil das chamadas letras clássicas, e ainda estas estudadas no trasunto infiel da literatura francesa da época de Luís XIV. Foi por isso, e pelo seu profundo engenho, que com sobeja razão se lhe atribuiu o nome de Staël portuguesa. (Delille 2003: 319)
La Quinta do Ribatejo fue residencia de los Marqueses de Alorna

Estudio y análisis
Teniendo en cuenta las hipótesis anteriores, el siguiente paso de la investigación histórica consis- tiría en estudiar y analizar la figura de la traductora y los documentos seleccionados a fin de presentar en un primer momento, dado que se trata de una traductora desconocida en el campo de la historia de la traducción, un retrato lo más pertinente posible de la marquesa de Alorna. La idea es situar a esta traductora en el centro de la reflexión sobre la traducción pero evitando la biografía de corte clásico, que corre el riesgo de desviar la atención de la obra traducida. En su lugar, Delisle de- fiende la idea del «retrato» que implicaría, por parte del autor, una mayor economía de medios y debería incidir en la causalidad existente entre el traductor, sus traducciones, sus obras de creación y el contexto de su producción: «Un portrait n’est pas un instantané, un tableautin, mais un con- densé cohérent, dépouillé, substantiel» (Delisle 1999: 2).
En el caso de Leonor de Almeida, habría que incluirla al lado de ese grupo de mujeres, fuertes, decididas, educadas y obstinadas, muchas de ellas nobles, como las recogidas por Delisle en Portrait de traductrices (2002), que no se limitaron a ser meras observadoras de los acontecimientos de su tiempo, sino que intentaron influir en la sociedad. Para lograr ese fin, la marquesa de Alorna se sirvió de la poesía difundida en sus salones literarios; y, por supuesto, de la imitación y de la tra- ducción, que son inseparables de su propia obra.
También habrá que analizar el lugar que ocupa en la renovación literaria de Portugal: profundizar en ese equilibrio entre clasicismo y romanticismo que oscila entre su formación arcádica, bajo la influencia de Filinto Elísio, y el despuntar del sentimiento romántico por influencia de sus lecturas, contactos con el extranjero y trabajos de traducción. Para ello es necesario estudiar la recepción de sus traducciones e imitaciones, procurando establecer una cronología e insertándolas dentro del contexto histórico-cultural portugués de fines del siglo XVIII y primer tercio del siglo XIX. A tal efecto, se antoja necesario rastrear algunas revistas como la Gazeta Litteraria (publicada periódica- mente de 1761 a 1762), el Jornal Enciclopédico (publicado en 1791), el Jornal de Coimbra (1812-1820) o la revista Panorama (publicada a partir del 6 de mayo de 1837) para valorar la divulgación que se hizo de versiones de poesía en portugués. Se impone así un modelo «sociológico-cultural», que tome en consideración el contexto social y cultural en el momento de la producción y recepción de las traducciones con el propósito de explicar su realización y recepción, y cuyo fin es determinar las consecuencias de la «transnaturalización» y sus efectos en la historia de la cultura receptora (Lépinette 1997: 4). Sin duda alguna, obras colectivas como Alcipe e a sua Época (2003) y Alcipe e as Luzes (2003), publicadas por los Cadernos Culturais da Fundação das Casas de Fronteira e Alorna, son de gran utilidad para profundizar en el contexto histórico, social, literario y artístico en el que se gestó la obra de la marquesa de Alorna. Estas publicaciones son resultado del proyecto de investigación que pretende elaborar la edición crítica de la obra de Alcipe, que comenzó en 1996 y que aún continúa en ejecución.
Del mismo modo, cabe la posibilidad de comparar y analizar las traducciones e imitaciones con los originales, siempre que sea posible. A falta de textos teóricos en los que la marquesa reflexiona sobre su actividad, que no debemos descartar hasta que se haya rastreado toda la documentación manuscrita, se impone un tipo de investigación «descriptivo-contrastiva» (Lépinette 1997: 5), que resalte las opciones traductoras empleadas por la marquesa a partir de su comparación con los tex- tos originales. De esta manera, podríamos extraer la teoría que subyace en su labor y que para sus imitaciones se aproxima mucho a la defendida por Correia Garção (1757), el teórico neoclásico de la Arcadia Lusitana que proponía el siguiente consejo a los poetas que querían imitar a los poetas antiguos:
Devemos imitar e seguir os Antigos: assim no-lo ensina Horácio, no-lo dita a razão, e o confessa todo o mundo literário. Mas esta doutrina, este bom conselho, devem abraçá-lo e segui-lo de modo que mais pareça que o rejeitamos, isto é, imitando e não traduzindo. ([1757] 1958: 134)
Poseemos ya algunos estudios parciales que permiten adelantar la idea anterior. Así, por ejemplo, Maria Celeste Pinto d’Almeida estudió el anglo-germanismo en las traducciones e imitaciones de la marquesa y llegó a algunas conclusiones interesantes: «Ela não é uma escrava do modêlo», «se a considerarmos como tradutora no sentido restricto, como obreira mecânica, de facto, tem defeitos», de ahí «sua preferência por imitações livres, pois compreende-se que nestas ela pudesse melhor introduzir alguma coisa mais do seu “eu”» (Almeida 1939: 41). Igualmente, Maria Sofia Monteiro Marques da Silva Brito señala la gran distancia en las traducciones e imitaciones del ale- mán con respecto al texto original e incluso en «algumas imitações apenas resta o tema do texto original, ou a construção estrófica, o que as torna bastante diferentes do original e impossibilita a identificação do texto base» (Brito 1997: 43). Por otra parte, sabemos que es posible establecer una comparación con algunos textos ya que en sus Obras Poéticas aparecen en versión bilingüe. Es el caso de la elegía imitada de Gray, que ha sido objeto de un primer cotejo por João Almeida Flor, in- vestigador que ha señalado muy certeramente una precaución metodológica a la hora de realizar una comparación global entre ambos textos:

[...] a sua avaliação global só se tornará viável quando forem localizadas no espólio as versões provisórias e intermédias que serviram de rascunho à cópia limpa de 1809 ou a outras posteriores. Nesse momento, estaremos em condições de estudar não só a tradução produto mas a tradução-processo, isto é, em condições de perspectivar o texto também de forma genética e de identificar o que, por analogia, designaremos por variantes de tradutor. (Flor 2003: 364)

Finalmente, contamos con otro estudio de Justino Mendes de Almeida, quien ha analizado la versión del Arte Poética de Horacio llegando a esta valoración:
[...] A Marquesa de Alorna não deixou de exprimir em português tudo o que de essencial no texto latino se contém, daqui resultando uma versão que se caracteriza pela ductilidade, rique- za e diversidade vocabulares. Se algum aspecto houvéssemos de censurar, seriam os constantes lapsos ortográficos e de pontuação, mas até estes desculpáveis por se tratar de um texto portu- guês impresso numa tipografia londrina. (Almeida 2002: 85)

Valoración e interpretación
El último paso de esta investigación debería incluir una valoración e interpretación de los resul- tados obtenidos. El investigador deberá comprobar hasta qué punto las hipótesis planteadas se cumplen en función de los documentos encontrados y del método o métodos adoptados; y plan- tear si aún quedan cabos sueltos en los que seguir indagando. En última instancia, deberá emitir un juicio crítico sobre la traductora, sus traducciones e imitaciones y la influencia que ejerció el conjunto de su obra en su época. Una obra que se encuadra en un periodo de renovación literaria, entre el neoclasicismo y el despuntar del romanticismo, y que el investigador tendrá que encua- drar dentro de la historia de la traducción en Portugal y en Occidente, historia de la que, pese a su desconocimiento, forma parte.
1 Que deberá completarse con otros estudios biográficos posteriores: Ávila e Bolama (1916); Cidade (1930). 
2 Según Gerd Moser, sería imitación de Klopstock (Brito 1997: 40). 
3 Según Gerd Moser, sería imitación de Goethe (Brito 1997: 40). 
4 La marquesa de Alorna escribió en otras lenguas y tradujo algunas composiciones al italiano, francés y alemán.
5 Esta información procede de la Notícia biográfica del Tomo I de las Obras Completas (1844: xxv) y es seguida tam- bién por Cidade (1930: 31).
6 Correspondencia que ha sido publicada sólo en parte: Cidade (1941) y Vaz (1974). 
7 Como hemos señalado antes, Rodrigues (1992: I, 339) da como fecha 1820. 
8 Las traducciones e imitaciones de la poesía alemana de Alcipe, aunque anteriores, ven la luz en 1844 (casi a la vez que
los Eccos da Lyra Teutónica ou Tradução de algumas poesias dos poetas mais populares d’Allemanha, publicado en 1848 por José Gomes Monteiro) y son el primer conjunto de traducciones e imitaciones con interés suficiente en Por- tugal como para despertar la atención de autores, ya considerados románticos, como Alexandre Herculano y Almeida Garrett (Brito 1997: 39-40).
9 Con todo, en algún que otro paso de las cartas hasta ahora publicadas puede apreciarse alguna idea suelta como cuan- do habla a su padre de la traducción de la poesía de algunos poemas ingleses que hizo en Chelas: «Traduzi os versos inglezes para que V. Exa. não tivesse a sensaboria de os não entender, versos que não se traduzem senão em verso, e por isso eu os fiz muito maus, mas que contudo são mais soffríveis que a prosa» (Ávila e Bolama 1916: 79).

Referencias bibliográficas

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Almeida, Ma C. Pinto de (1939). A Marquesa de Alorna: o anglo-germanismo nas suas traduções e imita- ções, Lisboa, Faculdade de Letras da Universidade de Lisboa. [Tese de Licenciatura em Filologia Germânica]
Alorna, Marquesa de (1844). Obras poéticas, Lisboa, Imprensa Nacional, 6 vols. Ávila e Bolama, 2o Marquês de (1916). A Marqueza d'Alorna: algumas noticias authenticas para a história da muito illustre e eminente escriptora que os poetas seus contemporaneos denominaram Alcipe, Lisboa,
Imprensa de Manuel Lucas Torres. Castro, A. Pinto de et al. (coord.) (2003). Alcipe e as Luzes, Lisboa, Edições Colibri / Fundação das
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Diálogo Editor. 


Fuente: APT - Jornal Nº 51

martes, 28 de diciembre de 2010

Sterben die Dialekte ?

Von Horst Haider Munske


Karte del deutschen Dialekte ohne Ostgebiete
Diese Frage bewegt viele Menschen. Würde im deutschen Sprachgebiet nur noch Hochdeutsch gesprochen, dann wäre das eine spürbare Einbuße im menschlichen Miteinander. Im Dialekt sind sich die Menschen näher, sie reden ausdrucksreicher, emotionaler, weniger distanziert miteinander. Dialekte sind das sichtbarste Merkmal regionaler Identität. Auch der Zugereiste kann daran mit Vergnügen teilhaben, wenn er sich etwas eingehört hat und seinem Gegenüber zu verstehen gibt: Er muß mit ihm nicht in den hochdeutschen Code wechseln.

Zwei Beobachtungen begründen die Sorge um das Dialektsterben: der Rückgang des Dialektgebrauchs im Alltag und der vermeintliche Dialektverfall bei vielen jüngeren Sprechern. Das eine ist Ausdruck eines Sprachwechsels vom mündlichen Sprachverkehr zur prestigeträchtigeren Hochsprache. Das andere ist Folge des Kontakts zwischen Dialekt und Standardsprache. Im Munde zweisprachiger Sprecher übernehmen die Dialekte Wörter, Lautungen und grammatische Merkmale der Hochsprache und wandeln sich zu regionalen Umgangssprachen. Diese haben in vielen Regionen Deutschlands die Rolle der Dialekte als mündliche Alltags- sprachen übernommen.

Die Klage über den Untergang der Dialekte ist übrigens so alt wie die über den Sittenverfall bei der Jugend, den Sprachverfall im Allgemeinen, den Verfall der Lesekultur, der Umgangsformen usw. Sie ist ein Ausdruck des Mißvergnügens über den Wandel der Sitten, des Sprachgebrauchs und eben auch der Dialekte. Aber warum sterben die Dialekte? Läßt es sich aufhalten? Gilt das für alle Dialekte? Gibt es eine gegenteilige Entwicklung, aus der einst auch unsere Hochsprache hervorgegangen ist, der Ausbau der Dialekte zu einer überregionalen Schriftsprache? Diesen Fragen ist eine Vortragsreihe an der Universität Erlangen-Nürnberg nachgegangen, in der über den bundesdeutschen Sprachraum hinaus die Dialektverhältnisse in der Schweiz, in den bairischen Sprachinseln Oberitaliens, in Nordfriesland, im arabischen Raum und in Lousiana/ USA vergleichend einbezogen wurden (im Internet publiziert unter www.dialektforschung.phil. uni-erlangen.de). Daraus werden im folgenden einige Aspekte zusammengefaßt.

Wie sterben die Dialekte?

„Sterben“ können Dialekte natürlich nicht im eigentlichen Sinne wie Menschen, Tiere, Pflanzen. Ihr Untergang ist immer an die Menschen gebunden, die sie gebrauchen. Sprachen existieren durch ihre Sprecher. Durch sie werden sie an die nächsten Generationen weitergegeben. Der Spracherwerb der Kinder ist die Voraussetzung für das Weiterleben einer Sprache. Wenn dieser Weg abgebrochen wird, ist das Weiterleben einer Sprache in ernster Gefahr. Und wenn der letzte Sprecher einer Sprache gestorben ist, dann ist auch der Sprachtod eingetreten. So ging zum Beispiel der ostfriesische Dialekt auf der Insel Wan- gerooge endgültig unter, als die letzte Sprecherin im Jahre 1950 verstarb.

Tote Sprachen können natürlich, wenn sie aufgezeichnet wurden, wenn literarische Denkmäler überliefert sind, weiterhin gelesen werden, aber dies ist ein künstliches Leben, eine Art Wachkoma der Sprachen, sie leben nur noch durch diese Aufzeichnungen, nicht als Gebrauchssprachen, die der Mensch als Kind von den Eltern erlernt und im Gebrauch produktiv verändern kann.

Das Sterben der Dialekte – und überhaupt von Sprachen – hat zwei Hauptursachen: äußere, wie Naturkatastrophen, Kriege, Vertreibung, Genozid, von der die Sprecher betroffen werden. Die andere Ursache liegt im Sprachverhalten der Sprecher selbst, in der freiwilligen Abwendung von ihrer Sprache zugunsten einer anderen. Dies gilt vor allem für mehrsprachige Gesellschaften. In der Konkurrenz von Sprachen gehen manche unter, weil ihnen eine andere von den Sprechern vorgezogen wird.

Ursachen des Sterbens

Betrachten wir einige Beispiele. In Nordfriesland, auf den Inseln Föhr, Amrum, Sylt und Helgoland, auf den Halligen und dem gegenüberliegenden Festland gibt es zur Zeit etwa 5.000 Muttersprachler der verschiedenen nordfriesischen Dialekte. Trotz lebhafter institutioneller Bemühungen in Kindergärten, Schulen und Vereinen, diesen Stand zu halten oder gar zu verbessern, ist der Erhalt dieser kleinen, seit über 1.000 Jahren bestehenden Sprachgemeinschaft stark gefährdet. Die ersten schweren Einbrüche bedeuteten die gewaltigen Sturmfluten („Grote Mandränke“) von 1362 und 1634, durch welche ein ursprünglich weitgehend verbundenes Siedlungs- und Sprachgebiet durch das Meer auseinandergerissen, zerstückelt und verkleinert wurde. Ähnliches widerfuhr erst in jüngster Zeit den kleinen Sprachgemeinschaften französischer und spanischer Dialekte (Cadien und Isleño) in Louisiana/USA. Die Wirbelstürme Katrina und Rita haben nicht nur in New Orleans verheerende Zerstörungen verursacht, durch die Evakuierungen wurden die kleinen Sprachgemeinschaften dieser Region so auseinandergerissen, daß Beobachter hier vom sudden language death (übersetzt: „plötzlichen Sprachtod“) sprechen. Menschenwerk dagegen waren die zahllosen Vertreibungen oder sogenannte Umsiedlungen des 20. Jahrhunderts, von Kurden, Armeniern und Griechen, von Wolgadeutschen, Schlesiern, Ostpreußen, Westpreußen, Memelländer, Balten, Sudentendeutschen und unzähligen anderen. Auch ihre Dialekte waren davon betroffen. Die Überlebenden bewahren ihre Heimatsprachen meist bis an den Tod, aber selten geben sie sie an ihre Kinder und Enkel weiter. Diese sozialisieren sich in neuer Umgebung, auch sprachlich. Verheerend betroffen waren die jiddischen Dialekte vom Genozid der Juden in West-, Mittel-, Süd- und Osteuropa. Doch sei hier auch ein singulärer Fall der Dialekt-Erhaltung erwähnt: Bis heute haben sich Reste des Westjiddischen im sogenannten Lachoudischen im Dorf Schopfloch im bayerischen Bezirk Mittelfranken erhalten. Obwohl das Jiddische bereits Ende des 19. Jahrhunderts durch den Sprachwechsel der meisten Sprecher vor dem Untergang stand, hat es sich als Hausierer- und Viehhändlersprache in regionalen Nischen erhalten. Schopflocher beherrschen noch bis zu 500 jiddische Wörter hebräischer Herkunft, die sie nach altem Brauch auch manchmal als Geheimsprache nutzen.

Zu den äußeren Ursachen des Dialektsterbens müssen wir auch Veränderungen zählen, die gemeinhin als Fortschritt gelten: die Verbesserung der verkehrsmäßigen Infrastruktur und die Erschließung neuer Erwerbsquellen durch den Tourismus. Beides hat in Nordfriesland dazu geführt, dass Friesisch als öffentliche Verkehrssprache anfangs vom Plattdeutschen, heute vom Hochdeutschen abgelöst wurde, dass alle Friesischsprecher zwei- oder dreisprachig sind und ihren friesischen Dialekt fast nur noch als Haus- und Nachbarschaftssprache benutzen. Solche Mehrsprachigkeit führt in der Regel zu einer Hierarchisierung der Sprachen. Ähnlich gefährdet sind die Dialekte in zwei altertümlichen bairischen Sprachinseln jenseits der Alpen, die erste Forscher im 19. Jahrhundert bis zu dem Kimbern und Teutonen der Völkerwan- derungszeit zurückführen wollten und deshalb Zimbrisch nannten.

Der Erhalt dieser Sprachinseln über Jahrhunderte ist ihrer Abgeschiedenheit und Unzugänglichkeit im Gebirge zu danken. Moderne Infrastruktur erlöst die Bewohner aus solcher Beschaulichkeit, eröffnet neue Berufsmöglichkeiten außerhalb der traditionellen Landwirtschaft und schafft dauerhafte Kontakte zu den italienischen Nachbarn. Stets befinden sich die Mitglieder solcher kleinen Sprachgemeinschaften im Konflikt zwischen dem Wunsch, ihre sprachliche Eigenart und Identität zu bewahren und dem natürlichen Bedürfnis der jüngeren Generationen, die kommunikative Isolierung zu verlassen und sich durch einen Sprachwechsel den Anforderungen und Lockungen der heutigen Lebens- und Arbeitswelt zu öffnen. Was hier erst vor wenigen Jahrzehnten begonnen hat, prägt die Dialektentwickung in Deutschland seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Auch wenn die Dialekte auf dem Lande in 150 Jahren erstaunlich stabil geblieben sind, ihr Gebrauch ist rapide zurückgegangen.


Mehrsprachigkeit als Modell

Dieser Entwicklung haben die Deutschschweizer bis heute widerstanden. Die alemannischen Dialekte der Schweiz sind unangefochten das alleinige Medium aller Bevölkerungsschichten in allen mündlichen Kommunikationssituationen: nicht nur im Haus und auf der Straße, ebenso im Radio, in den Behörden, beim Militär, im Parlament. Dabei bedient sich jeder seines eigenen heimatlichen Dialekts, wird verstanden und versteht sein Gegenüber. Nebenbei kann jeder aus solcher Spracherfahrung den anderen lokalisieren, das heißt über den Dialekt seine Herkunft als Berner, Zürcher, Walliser usw. erkennen. Die deutsche Standardsprache dient ausschließlich als Schriftsprache der Deutschschweizer, wird in der Schule vermittelt, aber allenfalls im Kontakt mit Nichtschweizern (nicht ohne Akzent) benutzt. Sprachwissenschaftler bezeichnen solche stabile Funktionsteilung zweier verwandter Sprachen in einer Sprachgemeinschaft als Diglossie (das griechische Wort für „Zweisprachigkeit“).

Im Vergleich zum deutschen Nachbarn kennen die Schweizer keine Beschränkung des Dialekts auf bestimmte Gebrauchssphären, zum Beispiel Landwirtschaft, traditionelle Handwerke u. ä. Das führt dazu, daß auch der Wortschatz der Schriftsprache in den Dialekt aufgenommen wird, allerdings lautlich integriert. So wird aus hochdeutsch Entwicklung ein schweizerdeutsches Entwicklig, aus Einsatz wird Iisatz, aus möglicherweise wird möglicherwiis. Mit solchem integrierten Import sind die Dialekte jedem Thema gewachsen und verändern sich – zumindest lexikalisch – rasch. Das widerspricht mancher Erwartung, die Dialekte der Großeltern ließen sich konservieren. Sie bleiben nur lebendig und werden von den Eltern den Kindern als Muttersprache weitergegeben, wenn sie dem Leistungsanspruch heutiger mündlicher Kommunikation angepasst werden.

Mit dem Begriff Diglossie läßt sich das Verhältnis von gesprochener und geschriebener Sprache in vielen Sprachgemeinschaften gut beschreiben.

Ein klassischer Fall der Arbeitsteilung beider Varietäten besteht in den arabischen Staaten. Die heutige arabische Hochsprache, eine konservierte Form des Klassischen Arabisch, wird nirgends als Muttersprache erworben, erst in den Schulen vermittelt und stellt ein religiös motiviertes Bindeglied aller arabischsprachigen Länder dar. Gesprochen und als Muttersprachen erlernt werden aber die regionalen arabischen Dialekte. Auch hier herrscht eine stabile Diglossie. Doch während in der Schweiz die Dialekte als nationale Varietät hohes Prestige genießen, gelten die arabischen Dialekte nichts im Vergleich zur Schriftsprache. Dies ist eine extreme Form von Fehleinschätzung der Varietäten gesprochener Sprache, die auch in Deutschland lange vorherrschend war.

Lehren aus dem Vergleich

Was lehren diese Beispiele und Vergleiche? Dialekte sind wie alle Sprachen einzigartige Zeugnisse unserer Lebenskultur, sie sind kulturelle Artefakte des Menschen. Das schützt sie aber nicht vor Wandel oder Untergang. Ihre Lebensbedingungen gleichen den Biotopen der Natur. Deren Wandel müssen sich Tiere und Pflanzen anpassen oder sie gehen ein. Wie in der Natur gibt es auch für Sprachen einen gewissen Schutz seitens der Politik. Friesisch und Sorbisch werden als Minderheits- sprachen unterstützt, zum Bei- spiel in den Schulen auf Wyk/ Föhr und in Bautzen/Oberlausitz gelehrt. Auch gegenüber den Dialekten hat sich die Einstellung gewandelt. Sie werden zum Beispiel in bayerischen Schulen gepflegt und gefördert, nicht mehr wie einst als Hindernisse beim Erlernen des Hochdeutschen ver- teufelt. Die Schule will keineswegs der Feind der Dialekte sein, es sind vielmehr – das haben neuere Studien gezeigt – viele Eltern, welche ihren Kindern, aus Angst um deren Fortkommen, den eigenen Dialekt abgewöhnen wollen.

Die Zukunft der deutschen Dialekte liegt weniger in der vollständigen Erhaltung der kleinteiligen Vielfalt, sondern in ihrer Kombination mit den neuen Regionalsprachen, den überregionalen Umgangssprachen, die – besonders in Süddeutschland – zunehmend die Hauptrolle der mündlichen Kommunikation übernehmen. Auch die Dialektforschung hat sich dieser neuen Situation angepasst. Ihr Thema sind nicht mehr in erster Linie die traditionellen Dialekte älterer Sprecher auf dem Lande, sondern alle Varietäten gesprochener Sprache außer dem Hochdeutsch der Nachrichtensprecher, das heißt Dia- lekte, Umgangsprachen und die verschiedenen regionalen Akzente hochdeutschen Sprechens. Diese Lebenswirklichkeit des Deutschen sollten wir schätzen und bewahren.

Horst Haider Munske ist emeritierter Professor für germanische und deutsche Sprachwissenschaft und Mundartkunde an der Universität Erlangen-Nürnberg


lunes, 27 de diciembre de 2010

Lingüística sorbia, una carrera con garantía laboral

Pequeña, bonita y rara: así es la carrera. Quien estudie sorbio tiene buenas perspectivas laborales, ya que se necesitan profesores en el oeste alemán. Para los eslavistas, el idioma es fácil.

Jakub Sokol con un letrero en sorbi: "Bienvenido"
El número de estudiantes es reducido: sólo cinco forman parte de un pequeño seminario en la Universidad de Leipzig. Uno de ellos es el estudiante polaco Jakub Sokol, un becario que estudiará durante un año en dicha universidad el idioma y la cultura sorbios, una de las carreras menos frecuentes del mundo. ”Fue una gran sorpresa para mí cuando me enteré de que todavía hay sorbios en Alemania”, comenta el estudiante de Ciencias Políticas de 24 años. Los sorabios, comenta él, son como hermanos porque también son un pueblo occidental eslavo como los polacos.

Como en el paraíso

Los sorbios en Alemania son una minoría reconocida. Su patria es Lusacia, en la zona más noroeste de Alemania. Jakub Sokol está entusiasmado con el ambiente familiar del instituto: ”Todos se conocen, los otros estudiantes y el profesorado son muy amables y se ayudan unos a otros.”

Ambiente familiar en la clase de gramática.
Sólo 30 estudiantes están inscritos en la carrera de lingüística sorbia en diversas promociones. La mayoría son sorbios de nacimiento y estudian en Leipzig para dar clases, ya que en Lusacia carecen de personal cualificado.

La región de Sajonia asegura a todos los egresados de lingüística sorbia un puesto de trabajo como profesor, el paraíso en tiempos de crisis e inseguridad laboral.

Leipzig y la lingüística sorbia

Tras la Segunda Guerra Mundial, dicha carrera se podía estudiar en la RDA en la Universidad de Leipzig. La lengua sorbia, un idioma de una minoría no aceptada oficialmente entonces, obtuvo por primera vez el status de lengua oficial, se comenzó a enseñar en las escuelas y por lo tanto se necesitaban profesores. “La Universidad de Leipzig tenía sobre todo carreras de humanidades, en Dresde, por el contrario, técnicas”, aclará el catedrático Eduard Werner del Instituto de Lingüística Sorbia, por qué dicha carrera se estudiaba en Leipzig.


Los sorbios como minoría nacional

Aprender sorbio no es difícil e incluso divertido.
Jakub Sokol se interesa por la pequeña minoría del oeste eslavo desde el punto de vista de un politólogo. Algún día escribirá su proyecto de fin de carrera sobre los sorbios, porque le fascina la abundancia de la cultura sorbia, las costumbres, el idioma y la identidad. “Me interesa la creencia religiosa, ya que la mayoría de los sorbios en la actualidad son católicos, lo que fomenta la unidad entre la gente." El catedrático Eduard Werner lo confirma. Quien aprenda una lengua de una minoría se integrará muy rápidamente en esa minoría. “Los franceses notan enseguida si un extranjero habla francés. En cambio, cuango alguien hable sorbio en Alemania, los alemanes creerán que es un sorbio, independientemente si lo habla bien o mal”. Aunque no siempre es una ventaja, ya que con frecuencia hay “xenofobia” hacia los sorbios, pero esto hace que los sorbios se unan más aún. Jakub Sokol quiere experimentar en su carrera cómo lucha esta minoría para preservar su cultura, y por eso aprende el idioma. Si además se es de un país eslavo, más fácil todavía.


Una familia de lenguas

Marianna Koliova: ¡Adiós! en sorbio.
Marianna Koliova, que se sienta junto a Jakub en el curso de gramática, estudia en Bratislava filología alemana y eslovaca. “Realmente los eslovacos pueden entender sorbio, porque ambas lenguas son eslavas”. Cuando se estudia sorbio en la universidad no es solamente una carrera de lingüística, sino además sobre cultura, historia y geografía. Es una carrera de filología tan normal como las otras filologías. “Los estudiantes tienen lingüística, literatura y ciencias culturales y, además, tienen que aprender, como los filólogos alemanes, alemán.”

Marianna Koliova y Jakub Sokol aprencian de Leipzig el ambiente familiar e internacional y, sobre todo, el reducido número de estudiantes, y en el Instituto de Lingüística Sorbia, los profesores y docentes están dispuestos a escuchar con atención a sus alumnos.

Autor: Mark Michel/Rosa Macías Reyes

Editor: José Ospina Valencia


El Luxemburgués: Un dialecto convertido en lengua nacional

El luxemburgués o "Letzebuergesch" es un dialecto germánico occidental perteneciente al continuo lingüístico alemán. Se trata de un dialecto moselofranconio ("Moselfränkisch") cercano al ripuario ("Ripuarisch") y al saarlandés ("Saarländisch").

Se habla en el Ducado de Luxemburgo y en algunas partes del Luxemburgo belga. La población autóctona de Luxemburgo es por entero de lengua materna luxemburguesa, aunque domina el francés (la lengua de la administración) y el alemán.

El luxemburgués se elevó a lengua oficial junto al francés y al alemán en 1984. Posee reglas ortográficas propias en muchos casos diferentes de las del alemán estándar. Es la lengua cotidiana de la población local. No obstante, su uso como lengua escrita es muy limitado: apenas se usa en las escuelas y centros de enseñanza secundaria (en Luxemburgo no hay universidades) y las publicaciones periódicas no abundan. Al no ser la lengua de la administración, las leyes no se promulgan en luxemburgués ni es lengua oficial de la UE.

Lingüísticamente el luxemburgués forma parte de un continuo dialectal del alto alemán ("Mitteldeutsch"), ya que su gramática, léxico y fonética coinciden con la de los dialectos alemanes vecinos. La diferencia estriba en el uso político del dialecto: para muchos luxemburgueses su "lengua" ha escapado ya de la tutela del alemán para convertirse en una lengua nacional que poco a poco irá cumpliendo todas las funciones propias de un idioma oficial. En este sentido hay que resaltar el uso cada vez mayor del luxemburgués en la correspondencia privada y en la publicidad.

Desde un punto de vista estrictamente lingüístico no es fácil discernir si el luxemburgués debe ser considerado como una lengua o como un dialecto. La contestación dependerá de la importancia que se le den a los aspectos sociolingüísticos o a los puramente gramaticales de este pequeño e intersante idioma (o dialecto) germánico.


Características
Fonética


La fonética del luxemburgués se basa en la del alemán. Las diferencias existentes con respecto al alemán se refieren a las vocales y los diptongos, así como a la influencia del francés, y, en menor medida, del neerlandés.

Por lo que respecta a las vocales hay que resaltar lo siguiente:
- "Ë" y "é" equivalen a una "e" corta o a la "ä" alemana.
- "II" representa la "i" larga alemana ("ie").
- Una vocal es corta sólo cuando está ante varias consonantes. Las excepciones más notables a esta regla son "den" (artículo determinado), "mat" ("con") y "net" (partícula negativa).
- La "ö" larga y la "h" como signo de alargamiento vocálico únicamente se encuentran en préstamos modernos del alemán.
- Debido al fenómeno conocido como "Entrundung", la "ü" y la "ö" del alemán estándar pasan en luxemburgués a "ö" y "Ë".
Los diptongos.
- "Éi" se pronuncia como en español, no como en alemán.
- "Ou" es un grupo vocálico que une una "o" larga y cerrada seguida de una "u" corta.
- El diptongo alemán "eu" pasa en luxemburgués a "ei". "Äu" se convierte en "ai".
Por lo que respecta a las consonates hay que resaltar algunos casos de pronunciación divergente con la estándar alemana.
- La "c" se pronuncia en palabras de origen francés detras de "e", "i" e y" como una "s" sorda.
- El grupo "ch" detrás de "e" o "i" se lee "sch", como en la mayor parte de los dialectos del "Mitteldeutsch".
- La "g" en posición final absoluta también se lee "sch"("Lëtzebuerg"). Detrás de "e" o "i" se pronuncia como la "j" francesa ("Regierung").
- La "j" también se lee como en francés. En textos antiguos la grafía es "jh".
- "Qu" se lee como en español.
- En ocasiones "ss" es una consonate sonora detrás de vocal simple. La "ß" no existe.

Gramática

La gramática luxemburguesa no se diferencia en gran medida de la alemana. La mayor parte de sus particularidades también se encuentran en los demás dialectos moselofranconios hablados al otro lado de la frontera.

El substantivo y el artículo




Los pronombres


Los pronombres conservan mejor el sistema de casos propio del alemán estándar. La mayor diferencia estriba en el uso de la segunda persona del plural como persona de cortesía en lugar del "Sie" alemán.


El verbo


El luxemburgués únicamente posee cuatro formas verbales no perifrásticas: el infinitivo, el participio, el presente y el "imperfecto" (sólo algunos verbos). El futuro, el perfecto y el condicional son formas perifrásticas compuestas por los verbos auxiliares "wäerden", "hun"/"sin" y las formas condicionales "géif"/"géing"/"déit" respectivamente.

Una particularidad es la primera persona del presente, que en general coincide con el infinitivo. Abajo están resumidas las formas más importantes del verbo luxemburgués. También se listan los verbos fuertes más usados.

   
Ejemplos textuales

Lëtzebuergesch (Wikipedia)
D'Lëtzebuergesch gëtt an der däitscher Dialektologie aklasséiert als e westgermaneschen, mëtteldäitsche Kulturdialekt, deen zum Muselfränkesche gehéiert. An der Linguistik gëtt et och alt zu den "Ausbausprooche" gezielt. D'Lëtzebuergescht gouf 1984 niewent dem Franséischen an dem (Héi-)däitschen als eng vun den dräi offizielle Sproochen zu Lëtzebuerg déclaréiert. Spéitstens zënterhier gëtt et als eng eegestänneg Sprooch ugesinn.
Dofir, fir et als eege Sprooch ze gesinn, schwätzt ënnert anerem, datt een, deen Héidäitsch als Mammesprooch huet, Méi huet, fir Lëtzebuergesch ze verstoen. Och gëtt Lëtzebuergesch a vill méi Situatioune gebraucht, wéi dat bei engem Dialekt de Fall wier. Dergéint schwätzt, datt et keng däitlech Sproochgrenz zu deenen däitschen Dialekter gëtt, déi un d'Lëtzebuergescht ugrenzen. Ofgesi vun dësen éischter 'technesche' Critèren ass et virun allem och de symbolesche Charakter, d'Identifikatiounselement dat dra läit, wat et mat sech bréngt, datt d'Lëtzebuerger dat, wat se schwätzen, als hir Sprooch ugesinn.


<< Dr. Sánchez Prieto - Salamanca >>

[  Luxemburgués  ]  D'Letzebuergesch - e metteldäitsche Kulturdialekt [  Letzebuergesch  ]  El Luxemburgués - un dialecto centroalemán convertido en lengua nacional

Fuente: Lengualemana Tripod


domingo, 26 de diciembre de 2010

Problemática actual del sector de la traducción y la interpretación: Lionbridge y FEGILT-SEIL

El pasado 4 de noviembre la Asociación Galega de Profesionais da Tradución e da Interpretación (AGPTI) celebró en Vigo una mesa redonda titulada «Problemática actual do sector profesional da tradución/interpretación». En ella se abordó la problemática generada recientemente por empresas o grupos de empresas como Lionbridge y FEGILT-SEIL. El éxito de la convocatoria dejó patente la preocupación del sector por una serie de prácticas que afectan de forma muy negativa a la dignidad de la profesión, a las condiciones de trabajo y, en última instancia, a la calidad de las traducciones.

La mesa redonda estuvo moderada por Saleta Fernández, vicepresidenta de AGPTI, y en ella participaron, además, Cruz Losada, traductora externa de Lionbridge, Margaret Clark, presidenta de Asetrad, y José Ramón Liz Montes, asesor laboral y jurídico de AGPTI.

Cabe destacar, además, que las principales asociaciones del sector (ACE Traductores, APTIC, APTIJ, Asati, Asetrad, MET y UniCo) apoyaron expresamente la actividad como muestra de rechazo a las prácticas que algunas de las empresas y organizaciones mencionadas en el acto están intentando introducir en nuestro ámbito profesional.


LIONBRIDGE: CÓMO CONVERTIR AL PROVEEDOR EN COMPRADOR

Cruz Losada describió las desesperadas maniobras aplicadas por Lionbridge para reducir sus pérdidas, las cuales han provocado una indignación prácticamente unánime entre sus proveedores. Al parecer, esta empresa pretende reducir costes, por un lado, convirtiendo al traductor en una fuente de ingresos, y, por el otro, presionándole para que asuma mediante una reducción de sus tarifas la mala situación económica en que ha incurrido Lionbridge, una empresa cuyo balance económico preocupa desde hace tiempo a propios y extraños.

Para transformar al traductor en fuente de ingresos, Lionbridge intenta implantar una herramienta de traducción asistida propia, Translation Workspace. Esta herramienta, en la práctica, solo sirve para trabajar con Lionbridge y su uso implica pagar una cuota mensual. Como consecuencia, el traductor que quiera seguir colaborando con la empresa o que desee empezar a trabajar para ella debe abonar un peaje. En otras palabras, Lionbridge pretende convertir al proveedor en un cliente forzado.

Entre las condiciones más onerosas del empleo de Translation Workspace figuran las siguientes:

- La necesidad de pagar la cuota mensual de 10 euros aun durante el mes de vacaciones o en caso de baja por enfermedad, so pena de una comisión por cancelación de 30 euros.

- El almacenamiento de las memorias de traducción del profesional autónomo en el servidor de Lionbridge, con la particularidad de que su acceso a ellas caduca a los 60 días, salvo que se pague por mantenerlo.

La respuesta de los proveedores no se ha hecho esperar en países como Italia, Francia y España, entre otros. Se han creado foros nacionales coordinados entre sí, se han enviado cartas a los responsables de Lionbridge, se han celebrado, sin resultado, reuniones con los responsables de Lionbridge en Madrid. La consecuencia de esta oposición casi generalizada ha sido la negativa de un sector importante del colectivo de traductores externos de suscribirse a Translation Workspace. Esta oposición parece haber sorprendido a la dirección internacional de Lionbridge. Su respuesta ha dado grandes muestras de improvisación, cuando no de una evidente falta de coordinación.

Los problemas económicos por los que está pasando la multinacional son la comidilla del sector. Esto no justifica, sin embargo, la última vuelta de tuerca que ha intentado dar Lionbridge. Ante las cifras negativas que ha presentado la empresa en el tercer trimestre de este año, no se le ha ocurrido nada mejor que enviar un mensaje a toda su base de colaboradores externos exigiéndoles una rebaja del 5 % en sus tarifas. La respuesta de muchos de sus colaboradores se ha situado entre la burla y el rechazo absoluto.


FEGILT-SEIL: ¿HOMOLOGARSE O NO EJERCER?

Margaret Clark, a su vez, comenzó su intervención exponiendo el panorama actual del asociacionismo entre las empresas de traducción e interpretación en España. Explicó que de las dos asociaciones existentes, ACT (Asociación de Centros de Traducción) y ANETI (Asociación Nacional de Empresas de Traducción e Interpretación), aunque ambas representan a un número similar de empresas, la primera tiene una trayectoria más larga y es la autora de la iniciativa para crear FEGILT (Federación Española de Globalización, Internacionalización, Localización y Traducción), organización empresarial integrada en la CEOE.

Seguidamente pasó a explicar que en 2009 FEGILT, junto con AENOR (entidad privada de nombre Asociación Española de Normalización y Certificación), ACT y diez empresas asociadas de esta última, constituyeron SEIL, S.A., brazo gestor de ACT-AENOR y FEGILT-CEOE, según la página web de la nueva empresa. Entre los servicios que vende se encuentra el de homologación para traductores de acuerdo con la norma de calidad 15038 que, según reza la información proporcionada por SEIL, «aumenta las posibilidades de trabajar en el sector».

La presidenta de Asetrad invitó a reflexionar sobre esta homologación, manteniendo que su necesidad y utilidad son cuando menos cuestionables, por una serie de razones.

- Ya existen en España otras titulaciones y certificaciones, oficiales y muy respetadas, que demuestran con mucha mayor fidelidad y transparencia la valía de un traductor: las licenciaturas y grados en traducción e interpretación y el examen de traductor-intérprete jurado del Ministerio de Asuntos Exteriores y Cooperación.

- Aunque pretenda homologar a los traductores «según la norma 15038», el proceso que contempla SEIL de hecho no evalúa todas las competencias de éstos que se enumeran en la norma, y en cambio añade otras que no están recogidas en la 15038. En realidad, la pretendida «homologación», según la descripción del proceso publicada en la página web de SEIL, se parece sospechosamente al procedimiento de selección de colaboradores que lleva a cabo cualquier empresa de traducción. Es decir, sin añadir valor alguno para el sector, incrementa sus costes, que imputa a los traductores autónomos, a los que se pretende cobrar entre 70 y 90 euros/año por disponer de esta credencial de dudosa utilidad.

- La necesidad de renovar la homologación anualmente obedece a un criterio equivocado, que se ha tomado prestado de las normas de calidad en general, que se basan en los procedimientos de producción, no en la calidad real del producto final.

Al finalizar, Margaret Clark se lamentó de que la promesa solapada de más trabajo con las empresas que se han adherido al sistema vaya claramente dirigida a los traductores más noveles y por lo tanto más vulnerables a esta clase de campañas.

PATRONALES Y CONVENIOS COLECTIVOS

La intervención del asesor laboral y jurídico de AGPTI se centró en valorar la relevancia de un convenio colectivo para el sector de la «industria de la lengua», como ha venido fomentando FEGILT recientemente. Ante la perplejidad de que la iniciativa sea promovida por FEGILT, también aventuró algunas hipótesis sobre los motivos que puede tener esta organización para iniciar una negociación colectiva que puede ir en contra de sus intereses empresariales.

José Ramón Liz expuso que un convenio colectivo es un documento que regula las relaciones laborales entre una empresa y sus empleados. Por tanto, ni el convenio actual ni uno nuevo y específico para el sector afecta directamente a los autónomos, salvo que tengan empleados. A continuación, explicó que para promover un convenio colectivo, una organización empresarial debe contar con una representatividad de al menos el 10 % de las empresas del sector que empleen al menos el 10 % de los trabajadores. Para poder negociar un convenio de estas características, las organizaciones patronales han de representar en su conjunto al 50 % más uno de las empresas y de los trabajadores del sector en cuestión. También indicó que los sindicatos no tienen obligación de negociar un convenio si no lo desean, lo que no ayuda a entender precisamente qué hace una patronal promoviendo un convenio.

Entre las hipótesis sobre los motivos ocultos que FEGILT podría tener para proponer un nuevo convenio, el asesor jurídico de AGPTI barajó la posibilidad de que se quisiera incluir en él la figura del traductor homologado (siendo SEIL, el «brazo ejecutor» de la federación, el encargado de proporcionar la homologación).

Tras las intervenciones se inició un animado turno de preguntas en que se aludió a la insistente campaña de captación de nuevas empresas que está llevando a cabo FEGILT. También se debatió sobre la propiedad intelectual de las memorias de traducción y sobre el carácter legal o abusivo de herramientas como Translation Workspace. Tanto durante el intercambio como a la salida del acto, se destacó la importancia de hacer frente de forma colectiva a las malas prácticas que están intentando imponer ciertas empresas del sector.

Fuente: ASETRAD