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martes, 16 de abril de 2013

Rechtschreibreform gescheitert: Die Leidtragenden sind die Schüler


Die Tageszeitung "Die Welt" zog am 31. Juli in der Druckausgabe und am 3. August 2009 in der Netzausgabe zur Rechtschreibreform Bilanz:

Die Leidtragenden sind die Schüler
Von Dankwart Guratzsch

Im verflixten 13. Jahr nach der umstrittenen Rechtschreibreform legen Duden und Wahrig parallel zwei neue deutsche Wörterbücher vor und bescheinigen damit ungewollt der größten Umstellung der deutschen Schriftsprache seit Konrad Duden ihr völliges Scheitern. Denn statt einer gemeinsamen Orthographie - also Richtigschreibung - für das Deutsche präsentieren sie zwei. Das bereits bestehende Rechtschreibchaos wird dadurch fortgeschrieben - und der von der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Koordination eingesetzte Rat für deutsche Rechtschreibung schweigt. [...]

Als Hauptleidtragende der inzwischen mehrmals nachgebesserten Rechtschreibreform macht die Redaktion der reformkritischen Zeitschrift DEUTSCHE SPRACHWELT die Schüler aus. "Nicht die Schüler sind zu dumm für die Neuregelung, sondern umgekehrt ist die Rechtschreibreform zu dumm für die Schüler", so Chefredakteur Thomas Paulwitz. Tatsächlich hat der saarländische Germanist Uwe Grund jüngst nachweisen können, daß die Reform ihren Hauptzweck, die Vereinfachung der Rechtschreibung, gerade bei den Heranwachsenden verfehlt. [...]

Zu den vollständigen Beiträgen:
http://www.welt.de/die-welt/kultur/article4228925/Die-Leidtragenden-sind-die-Schueler.html

http://www.welt.de/kultur/article4229915/Die-Rechtschreibreform-ist-endgueltig-gescheitert.html >> weiter
 Quelle: Deutsche Sprachwelt
 
  





lunes, 20 de febrero de 2012

Welttag der Muttersprache: Hochdeutsch stärken, gebrochenes Deutsch bekämpfen




Erlangen, 20. Februar 2012 – Zum morgigen Internationalen Tag der Muttersprache erinnert die DEUTSCHE SPRACHWELT an die Bedeutung des Standarddeutschen. „Hochdeutsch hält als einigendes Band unsere Sprachgemeinschaft zusammen“, erklärte der Chefredakteur der Sprachzeitung, Thomas Paulwitz. Es sei notwendig, Hochdeutsch als allgemein anerkannte und übergeordnete Sprachnorm zu stärken. Gleichzeitig wendet sich die DEUTSCHE SPRACHWELT gegen Bestrebungen, gebrochenes Deutsch unter dem Namen „Kiezdeutsch“ zu einem eigenständigen deutschen Dialekt aufzuwerten. Dies verharmlose eine bedenkliche Sprachentwicklung. Statt dessen müsse die wachsende Zahl von Sprachverlierern die Politik wachrütteln. Ein zunehmender Teil der Bevölkerung sei nicht in der Lage, die Ausdruckskraft der deutschen Sprache auszuschöpfen. Dies erschwere den Zugang zur Bildung.

„Das sogenannte ‚Kiezdeutsch‘ ist nichts anderes als eine Pidginsprache“, sagte Paulwitz. „Es führt in die Irre, dieses in Wortschatz und Grammatik verarmte Deutsch als Dialekt schönzureden.“ Es sei „unverschämt und anmaßend“, dieses Stammeldeutsch auf eine Stufe mit so ausdrucksreichen und farbigen Mundarten wie Bairisch, Sächsisch und Schwäbisch zu stellen. Wer beispielsweise „Mein Schwester geht Kino“ sage, der spreche keinen Dialekt, sondern habe schlicht Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache.

Das systematische Weglassen von Geschlechtswörtern (Artikeln), Verhältniswörtern (Präpositionen) und Beugungen (Flexionen) sei keine Weiterentwicklung, sondern eine Rückbildung der deutschen Sprache: „Fehler bleiben Fehler, auch wenn sie systematisch gemacht werden. Wer Stammeldeutsch zum eigenständigen Dialekt erhebt, leistet der Auffassung Vorschub, man müsse in Deutschland die Landessprache nicht beherrschen. Bequemlichkeit, Nachlässigkeit oder Unfähigkeit im Sprachgebrauch verdienen keine Belobigung durch die Sprachwissenschaft.“

Des weiteren warf Paulwitz dem Bundesforschungsministerium vor, Wissen-schaftler zu fördern, die das verarmte Deutsch als neuen Dialekt etablieren wollten. Dieses Geld sei in der Sprachförderung besser aufgehoben. Es sei wichtiger, Sprachverlierern zu helfen, die das Deutsche noch nicht ausreichend beherrschen: „Wer gut Hochdeutsch spricht, hat alle Chancen, etwas aus sich zu machen.“



Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit rund 80.000 Lesern die größte deutsche Zeitschrift für Sprachpflege und Sprachpolitik. Sie ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT tritt für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache und für ein neues Sprachbewußtsein ein. Die Druckausgabe erscheint vierteljährlich.


Schriftleitung:
Postfach 1449
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Telefon +49-(0)9131-480661
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Probeexemplare der Sprachzeitung:


domingo, 26 de diciembre de 2010

Gauck, Milberg, Hahne: Wer wird „Sprachwahrer des Jahres“?

Erlangen, 23. Dezember 2010 – Joachim Gauck, Axel Milberg und Peter Hahne sind als „Sprachwahrer des Jahres“ 2010 vorgeschlagen. Das teilte heute die DEUTSCHE SPRACHWELT mit. Die Sprachzeitung ruft wieder zur Wahl von Personen, Unternehmen oder Gruppen auf, die sich um die deutsche Sprache verdient gemacht haben. Weitere Kandidaten sind aus Wirtschaft und Politik Rüdiger Grube und Peter Ramsauer, aus der Kunst die Musikgruppe „Ich + Ich“ und der Dichter Günter B. Merkel und aus den Medien Stefan Mross und der Karikaturist Götz Wiedenroth. Die Abstimmung endet am 31. Januar 2011 (Zur Stimmabgabe).

Gauck sei ein sprachgewandter Redner, der seine Zuhörer mit Hilfe von verständlichem Deutsch erreicht und nach eigenen Worten die „Sprachstörungen zwischen Regierenden und Regierten“ überwinden wolle. Bahnchef Grube setze wieder stärker auf Deutsch und wolle Bezeichnungen wie „Service Point“ abschaffen. 

Bundesverkehrsminister Ramsauer tilge entbehrliche Anglizismen und habe etwa das „Travel Management“ zur Reisestelle gemacht. Jüngst ließ er die Auszeichnung „Highway Hero“ in „Held der Straße“ umbenennen.

Der Schauspieler Milberg glänze durch seine vielseitige und ausdrucksstarke Sprache und wirke regelmäßig beim „Festspiel der deutschen Sprache“ mit. Annette Humpe und Adel Tawil von „Ich + Ich“ könnten „wunderbar Gefühle in Worte und Klänge verwandeln“. Der Dichter Merkel werde als „zweiter Eugen Roth“ und als „Reim-Kanzler“ bezeichnet.

ZDF-Moderator Hahne wende sich immer wieder gegen „Denglisch“. Dazu nutze er auch seine Kolumne in der „Bild am Sonntag“. ARD-Moderator Mross lasse in seiner Fernsehsendung „Immer wieder sonntags“ bewußt nur auf deutsch singen. Der Karikaturist Wiedenroth zeichne seit über zehn Jahren gegen die Unsinnigkeiten der Rechtschreibreform an.

Die Auszeichnung „Sprachwahrer des Jahres“ erhielten bisher zum Beispiel Karl-Theodor zu Guttenberg (2009), Porsche (2007), Kammersängerin Edda Moser (2006), Papst Benedikt XVI. (2005) und der Dichter Reiner Kunze (2002).
 

Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit rund 80.000 Lesern die größte deutsche Zeitschrift für Sprachpflege und Sprachpolitik. Sie ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT tritt für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache und für ein neues Sprachbewußtsein ein. Die Druckausgabe erscheint vierteljährlich.

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www.deutsche-sprachwelt.de
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domingo, 27 de diciembre de 2009

Wird Guttenberg „Sprachwahrer des Jahres“?

Erlangen, 22. Dezember 2009 – Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, die Musikgruppe Tokio-Hotel und Bayern-Trainer Louis van Gaal sind für die Auszeichnung „Sprachwahrer des Jahres“ 2009 vorgeschlagen. Das teilte heute die DEUTSCHE SPRACHWELT mit. Zum zehnten Mal ruft die Sprachzeitung zur Wahl von Personen, Unternehmen oder Gruppen auf, die sich besonders um die deutsche Sprache verdient gemacht haben. Die Abstimmung läuft bis zum 31. Januar 2010 (Stimme an schriftleitung@deutsche-sprachwelt.de).

Bereits als Bundeswirtschaftsminister beeindruckte Guttenberg eine breite Öffentlichkeit mit seiner Sprachgewandtheit, hebt die DEUTSCHE SPRACHWELT hervor. Er spreche nicht nur gutes Deutsch, sondern auch einwandfreies Englisch und lese Platon im altgriechischen Original. Außerdem sei er in der Lage, eine mitreißende Bierzeltrede zu halten. Auch als Verteidigungsminister zeichne er sich durch sein Bemühen um eine klare, verständliche und schnörkellose Sprache aus. So vermeide er nicht krampfhaft das Wort „Krieg“, wenn von Afghanistan die Rede ist.

Die weltweit erfolgreiche Musikgruppe Tokio Hotel aus Magdeburg habe Jugendliche im Ausland bestärkt, sich für Deutsch als Fremdsprache zu entscheiden. Der Trainer des FC Bayern München, Louis van Gaal, fragte im Herbst den SPIEGEL-Mitarbeiter Juan Moreno: „In welchem Land befinden wir uns gerade, was denken Sie?“ Der Journalist hatte angeboten, Englisch oder Spanisch zu sprechen. Diese Sprachen beherrscht van Gaal, doch das Gespräch fand auf deutsch statt.

Weiterhin sind Guido Westerwelle, Xavier Naidoo und Ulrich Wickert vorgeschlagen. Der neue Bundesaußenminister rühmt die „wunderschöne deutsche Sprache“. Sänger Naidoo setzt in seinen Liedern auf Deutsch und erklärt: „Diese Tiefe, dieser Reichtum, diese Deutlichkeit. Ich knie nieder vor dieser Sprache.“ Der ehemalige Tagesthemen-Moderator Wickert rügte im Herbst den Sprachgebrauch der Nachrichtenredaktionen von ARD und ZDF.

Die Auszeichnung „Sprachwahrer des Jahres“ erhielten bisher zum Beispiel die Porsche AG (2007), Kammersängerin Edda Moser (2006), Papst Benedikt XVI. (2005) und der Dichter Reiner Kunze (2002).

www.deutsche-sprachwelt.de/sprachwahrer
www.sprachpflege.info/index.php/Sprachwahrer_des_Jahres

Pressemitteilung:
www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/pm-2009-12-22.shtml

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Die DEUTSCHE SPRACHWELT ist mit rund 80.000 Lesern die größte deutsche Zeitschrift für Sprachpflege und Sprachpolitik. Sie ist Sprachrohr und Plattform einer ständig wachsenden Bürgerbewegung, die sich um die deutsche Sprache sorgt. Die DEUTSCHE SPRACHWELT tritt für die Erhaltung einer lebendigen deutschen Sprache und für ein neues Sprachbewußtsein ein. Die Druckausgabe erscheint vierteljährlich.

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Kostenloses Probeexemplar der Sprachzeitung:
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jueves, 16 de junio de 2005

Resolution zur Wiederherstellung der Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung

RESOLUTION


Nachstehende Unterzeichner fordern die Kultusminister der Länder und die Zwischenstaatliche Kommission nachdrücklich auf, die Rechtschreibreform sofort zurückzunehmen und die bisherige einheitliche Rechtschreibung wiederherzustellen.


Immer weitere Nachbesserungen verursachen immer weitere Kosten. Dieses Geld sollte besser in die Bildung unserer Schüler fließen.



Begründung:



Die Rechtschreibreform ist gescheitert. Die Neuregelungen sind sprachwissenschaftlich mißlungen und haben nicht zum Rückgang von Schreibfehlern geführt. Sie sind weder eindeutiger noch einheitlicher oder einfacher als die bisherigen Regeln und zeigen Korrekturbedürftigkeit. Weitere Nachbesserungen aber führen zu wachsendem Chaos!


Die neue deutsche Rechtschreibung hat unsere einheitliche Schriftsprache zerstört. Die Bevölkerung hat die neue Orthographie gar nicht oder nur in Teilen angenommen bzw. praktiziert sie nur gezwungenermaßen. Zeitungsverlage haben wegen der großen Mängel eigene Hausorthographien erstellt und sind zum Teil sogar wieder zur bisherigen Rechtschreibung zurückgekehrt.


Mittlerweile herrscht überall das Chaos. Schüler lernen in der Schule eine Rechtschreibung, die immer wieder nachgebessert wird und auf die sie sich nicht mehr verlassen können.


Die Verlage werden durch immer neue Reformen der Reform mit unzumutbaren Kosten belastet. Sie produzieren Bücher, die bei ihrem Erscheinen schon veraltet sind, und wegen der begrenzten Schuletats keine Abnahme mehr finden.


Es gibt in dieser Situation nur eine Lösung: Zurück zur bewährten einheitlichen Rechtschreibung! Schüler können nur richtig schreiben lernen, wenn die Schreibweisen einzelner Wörter immer dieselben sind.


Nicht die bewährte einheitliche deutsche Rechtschreibung muß verändert werden, sondern deren Regeln müssen einfacher beschrieben werden.

Unterzeichnerliste:

http://www.deutsche-sprachwelt.de/archiv/unterzeichner.shtml